vielsam. | Gottesdienst mit Simon

Shownotes

Allein sein kann schön sein. Einsam sein eher nicht.

Und trotzdem hat Einsamkeit ziemlich viele Gesichter: mitten unter Menschen. In einer Beziehung. In Verantwortung. Mit einer Krankheit, die niemand sieht. Mit hunderten Kontakten im Smartphone. Oder auch im Glauben.

Im betaKirche Gottesdienst vom 20. September 2026 denkt Simon über ein Wort nach, das es eigentlich noch gar nicht gibt: vielsam.

Denn vielleicht geht es gar nicht darum, nie mehr einsam zu sein. Vielleicht geht es darum, gesehen zu werden. Sich zeigen zu können. Andere wahrzunehmen. Und zu entdecken: Ich muss hier nicht allein durch.

Die Bibel ist dabei erstaunlich wenig glatt. Elia sitzt erschöpft in der Wüste. David kennt Einsamkeit trotz Macht und Einfluss. Hagar wird übersehen. Hiob wird von seinen Freunden nicht verstanden. Und selbst Jesus kennt das Gefühl, verlassen zu sein.

Vielsamkeit bewegt sich deshalb in drei Richtungen: zu mir selbst, zu anderen und zu Gott.

Manchmal glaube ich. Manchmal zweifle ich. Manchmal trage ich. Manchmal werde ich getragen. Manchmal rede ich. Manchmal schweigen wir einfach zusammen.

Vielleicht ist Kirche genau so ein Ort: nicht einer, an dem niemand einsam ist. Sondern einer, an dem wir unsere Einsamkeit nicht verstecken müssen.

Drei Fragen zum Weiterdenken:

Wo fühle ich mich gerade allein? Welche Geschichte erzähle ich mir darüber? Was könnte ein kleiner Schritt in Richtung Verbindung sein?

🎙️ Eine Andacht von Simon Diercks aus dem betaKirche Gottesdienst vom 20.09.2026.

Lasst uns vielsam sein.

Transkript anzeigen

00:00:03: Podcast der Beta-Kirche, immer in deiner Hosentasche.

00:00:48: nach einem Menschen aus der Allein zu Hause sitzt.

00:00:51: Vielleicht bist du in Leitungsverantwortung und viele Menschen erwarten was von dir, musst Entscheidungen treffen.

00:00:57: über dir gibt es Erwartungen unter dir gibt's Erwartung.

00:01:00: Du bist eingeklemmt zwischen Hierarchieebenen hörst dich Sorgen von vielen Seiten kannst aber selbst mit kaum jemandem offen über deine Zweifel sprechen.

00:01:09: Du bist ständig mit Menschen zusammen und trotzdem ziemlich allein oder du bist erkrankt.

00:01:16: vielleicht sieht man dir deine Einschränkung nicht mal an.

00:01:18: Der andere sieht dein Leben normal aus, aber du weißt, der Gottesdienst am Abend hat es mir zu viel.

00:01:24: Diese Freizeit geht nicht!

00:01:26: Das spontane Treffen kostet mich mehr Kraft als ich habe.

00:01:30: Du möchtest Gemeinschaft, aber deinen Körper setzt Grenzen.

00:01:35: Irgendwann wirst du vielleicht auch weniger gefragt weil du so oft abtragen musst.

00:01:41: Verbunden und trotzdem draußen.

00:01:44: Aber du lebst in einer Beziehung... ...und fühlst dich trotzdem nicht verstanden.

00:01:48: oder du hörst zu einer Gemeinde dass trotzdem niemanden, den du sagen kannst wie es dir wirklich geht.

00:01:53: Vielleicht hast du hunderte Kontakte im Smartphone aber trotzdem niemand den du gerade anrufen könntest oder möchtest.

00:02:00: Einsamkeit ist nicht zuerst die Frage wie viele Menschen sind um mich herum sondern bin ich wirklich verbunden?

00:02:08: Wäre dich gesehen kann ich mich zeigen.

00:02:11: gibt es jemanden bei dem ich meine Seele öffnen kann?

00:02:17: das Schöne ist.

00:02:18: wenn wir die Bibel aufschlagen bist du damit ein ziemlich guter biblischer Gesellschaft.

00:02:24: Die Bibel kennt erstaunlich viele einsame Menschen.

00:02:27: Da gibt es Elia, der gerade eine der spektakulärsten Geschichten seines Lebens erlebt hat, kannst du gerne von nachlesen, da fällt Feuer vom Himmel und Gott zeigt seine Macht.

00:02:38: Und kurz danach sitzt dieser Elia allein in der Wüste.

00:02:42: Er ist engstlich, er sagt zu Gott ich alleine bin übrig geblieben.

00:02:48: Objektiv stimmt das hier noch nicht mal aber es fühlt sich für ihn so an Und interessant ist, wie Gott hier reagiert.

00:02:56: Nicht mit ihr jetzt reiß ich mal zusammen!

00:02:58: Du solltest feiern, sondern Gott lässt ihn schlafen, er gibt ihm zu essen und begegnet ihm.

00:03:06: Und irgendwann zeigt er ihm du bist nicht allein oder David einer der berühmtesten Könige als Volkes Israel von dem Alten Testament berichtet wird.

00:03:17: Er ist König, Menschen hören auf seine Entscheidungen, hat Einfluss, Verantwortung Und trotzdem lesen wir in seinen Stalmen, in seinen Liedern Sätze wie Wende dich mir zu und sei mir gnädig denn ich bin einsam.

00:03:31: Man kann ganz oben stehen und sich sehr alleine fühlen.

00:03:34: Vielleicht kennt gerade ein Leiter oder einen Leiterin dieses Gefühl besonders gut.

00:03:38: alle wollen was von mir aber bei wem darf eigentlich ich schwach sein?

00:03:44: Oder Hager?

00:03:46: Eine Frau die erlebt wie sie benutzt verletzt und schließlich im wahrsten Sinne des Wortes in die Wüste geschickt wird eine Frau am Rand Allein mit ihrem Kind.

00:03:55: Und genau dort in der Wüste begegnet ihr Gott, sie gibt ihm dort in einer Wüster einen besonderen Namen.

00:04:02: Sie sagt du bist ein Gott, der mich sieht!

00:04:05: Vielleicht ist das eine der stärksten Sätze gegen Einsamkeit?

00:04:09: Ich werde gesehen auch wenn andere mich übersehen oder hier ob natürlich hier auf wird.

00:04:18: krank Verleben verändert sich komplett und seine Freunde kommen.

00:04:22: ja cool aber Zunächst halten Sie es aus, einfach beim zu sitzen.

00:04:27: Aber später erklären sie immer mehr was mit ihm angeblich nicht stimmt.

00:04:32: Hier ob erlebt.

00:04:33: Menschen können körperlich ganz nah sein und dich trotzdem nicht verstehen.

00:04:37: Und gerade Krankheit kann einsam machen Besonders dann wenn andere nichts sehen können Was die Dich kostet.

00:04:45: So gut erletzt Jesus selber.

00:04:48: Selbst jesus kennt Einsamkeit.

00:04:51: Im Garten geht Zehmannee An dem Abend vor er Mein grausam Tod am Kreuz stirbt, bittet er seine engsten Freunde ab.

00:05:01: Bleibt bei mir!

00:05:02: Bitte bleibt bei mir, wacht und

00:05:04: betet.".

00:05:06: Und sie schlafen einfach ein.

00:05:08: Am Kreuz hängt er dann und ruft mein Gott.

00:05:11: Mein Gott warum hast du mich verlassen?

00:05:15: Warum erzähle ich euch diese Stories?

00:05:18: der christliche Glaube erzählt nicht von einem Gott der Einsamkeiten von außen betrachtet sondern vom Gott der sie kennt.

00:05:28: Einsamkeit ist oft leise.

00:05:30: Manchmal ist sie auch mit Scham verbunden.

00:05:32: Eigentlich müsste es mir doch gut gehen!

00:05:35: Ich habe doch Freunde, ich hab doch Familie... ...ich hab doch meine Gemeinde, ich habe doch meinen Glauben.

00:05:41: und trotzdem ist ja dieses Gefühl und vielleicht sollten wir Einsamkeiten deshalb nicht zuerst als persönliches Versagen verstehen sondern als Signal.

00:05:52: So wie der Hunger sagt du brauchst Nahrung oder der Durst sagt Du brauchst Wasser so kann Einsamkeits sagen hey Du brauchst Verbindung.

00:06:00: Und das bedeutet nicht einfach, dann geh halt unter Leute, wenn manchmal sind wir verletzt worden?

00:06:05: Vielleicht enttäuscht übersehen abgelehnt und wo wir verletszt wurden, da bauen wir Mauern.

00:06:12: Das ist auch erstmal gar nicht schlecht in Mauern schützen aber irgendwann können diese Mauern verhindern dass überhaupt noch jemand zu uns kommt.

00:06:18: damit aus Verletztheit Rückzug, zurückzug Resignation und irgendwann glaube ich dann vielleicht so Sätze wie.

00:06:27: keiner braucht mich.

00:06:29: Ich bin den anderen sowieso egal, ich passe nicht rein.

00:06:34: Ich will mich niemanden zumuten oder Gott hat mich vergessen.

00:06:40: Manchmal beginnt Einsamkeit dort wo wir nahelüge über uns, über andere oder über Gott glauben.

00:06:52: und ich glaube deshalb braucht Vielsamkeit eine Bewegung in drei Richtungen zu mir selbst, zu anderen und zu Gott.

00:07:05: Manchmal besteht der erste Schritt darin, erstmal kurz wahrzunehmen.

00:07:08: Ehrlich wahrzunimmt ich bin einsam und dann nicht sofort weg zu scrollen Nicht alles mit Aktivität zuzuschützen Netflix anzumachen sondern zu fragen hey Moment mal jetzt ist hier eigentlich gerade mit mir los.

00:07:20: Welche Sätze erzähle ich mir denn vielleicht gerade selber?

00:07:23: Ich finde nicht wichtig.

00:07:24: keiner braucht mich die anderen können das sowieso besser.

00:07:29: Und ein ganz bewusst daneben eine andere Stimme zu stellen und zu hören Stimme von Gott die mir zusagt du bist geliebt Du bist wertvoll, du bist gesehen.

00:07:40: Vielsamkeit beginnt manchmal damit das sich aufföre gegen mich selbst zu geben.

00:07:45: Das Erste.

00:07:47: Der zweite Weg der führt zu anderen.

00:07:50: Manchmal braucht es das erstaunlich viel Mut eine Nachricht schreiben.

00:07:54: Jemand fragen hast du Zeit?

00:07:56: Sagen mir geht's grad nicht gut oder kannst du einfach mal kurz zuhören?

00:08:02: aber vielsamkeit Bedeutet auch, wir werden aufeinander aufmerksamer für einander.

00:08:10: Vielleicht müssen wir den Menschen der immerabstach in Elftes mal fragen nicht Druck machen sondern einfach signalisieren hey du gehörst weiter dazu.

00:08:18: vielleicht braucht die Person mit der unsichtbaren Erkrankung keinen guten Rat Sondern Gottesdienst an dem sie von zu Hause austeilen kann wie hier und jetzt?

00:08:27: Vielleicht braucht jemand nicht, ey melde dich wenn du was brauchst, sondern ich gehe morgen spazieren.

00:08:32: soll ich dich abholen?

00:08:34: Vielsamkeit ist konkret nicht allgemein.

00:08:39: Und manchmal ist sie nur ganz, ganz klein.

00:08:41: Das ist das Zweite und das Dritte ist die dritte.

00:08:46: Bewegung, die wir brauchen, ist die Bewegung zu Gott.

00:08:50: Dann ist da ein Text wie der Psalm Dreiundzwanzig, den ich euch eben als Lied vorgespielt habe.

00:08:55: Daher ist mein Hirte grüne Wiese frisches Wasser scharfe Mäh.

00:09:01: Es klingt ganz schnell idyllisch aber Der Psalmen, den liebe ich weil er so ehrlich ist, kommt das dunkle Tal Gefahr Angst Feinde.

00:09:10: Und Psalm XXIII sagt nicht, wenn Gott ein Hürte ist, gibt es kein dunkles Tal?

00:09:15: Da finde ich das Lied, dass wir gerade gehört haben, grenzwertig was die Ehrlichkeit angeht, sondern Gott sagt... Sondern dieser Psalmen sagt uns so du bist bei mir!

00:09:25: Gottes Versprechen lautet nicht Du rirst dich niemals einsam führen Simon, sondern du gehst nicht allein.

00:09:32: und dann heißt es Dein Stecken-und-Stab tröst mich.

00:09:37: keine aus einer Krippe entwendete Dekorationselemente, sondern sind Schutzinstrumente.

00:09:44: Der Hirte schützt vor dem was angreift und er hält und führt das Schaf, damit es nicht abstürzt oder verloren geht.

00:09:53: Das ist kein Zama Gott den wir uns nett an die Seite stellen sollen.

00:09:56: Es ist ein Gott der sagt hey ich gehe mit dir durch dieses Tal!

00:10:00: Ich halte dich, ich schütze dich.

00:10:02: wenn du stolz bist gebe ich dich nicht auf.

00:10:08: Kirche ist deshalb nicht der Ort, an dem niemand mehr einsam ist.

00:10:15: Sondern vielleicht ist Kirche der Ort an dem wir unsere Einsamkeit nicht verstecken müssen.

00:10:19: Einander nicht darin allein lassen!

00:10:22: Manchmal glaube ich, manchmal zweifle ich.

00:10:26: Manchmal trage ich, manchmal werde ich getragen.

00:10:29: Manchmal bete ich für dich, manchmal brauche ich es, dass du für mich betest.

00:10:34: Manchenmal rede ich und manchmal schweigen wir einfach zusammen.

00:10:38: Das... Das ist vielsam.

00:10:41: Und ich möchte euch ermutigen hier in diesem Gottesdienst, darüber hinaus für uns als Betagelche, lasst uns vielsam sein!

00:10:49: Wenn wir Gottesdienste feiern, wenn wir Anteilen nehmen an dem was einander beschäftigt... ...wenn wir zusammen beten, wenn man einander digital oder analog begegnen wird,... ...wann wir zuhürgen oder schweigen?

00:11:01: Wenn wir mit weinen oder sprechen, wenn einem Emoji oder Real umarmen, wenn Menschen mit

00:11:09: reinnehmen?!

00:11:10: und sagen, hey du bist willkommen.

00:11:12: Wenn wir jemanden noch mal fragen obwohl er schon zehnmal abgesagt hat wenn wir Leitende in einen Ort geben an dem sie nicht stark sein müssen.

00:11:21: Wenn die Gemeinschaft so gestalten ist auch Menschen dazugehören können die nicht einfach überall hinkommen können.

00:11:28: Und wenn wir einander immer wieder hinweisen auf diesen Gott den psalm XXIII-Bord Gott Den Hierb und David und Elia und Hagar und Jesus so gut kennen Der sagt, ich sehe dich.

00:11:43: Ich bin bei dir.

00:11:45: Du musst hier nicht allein

00:11:46: durch.".

00:11:48: Deshalb meine Bitte lasst uns vielsam sein!

00:11:53: Lasst uns fielsam sein.

00:12:00: Vielleicht gibt es gerade einen Ort in deinem Leben an dem du dich einsam fühlst?

00:12:05: Du musst niemand erklären, halt ihn einfach mal im Moment vor Gott.

00:12:12: Im Moment stille wo du Jesus Gott, dem Heiligen Geist das sagen kannst wo du dich gerade einsam fühlst.

00:12:19: Ganz still für dich!

00:12:39: Und dann stell dir mal diese drei Fragen.

00:12:42: ich habe sie in den Chat gepackt.

00:12:44: Hühle ich mich grade allein?

00:12:46: Welche Geschichte erzähle ich mir darüber und was kann ein kleiner Schritt in Richtung Verbindung sein?

00:12:59: Ich spreche ein Gebet und dann haben wir nochmal einen Lied wieder an eine Musikrichtung wie da vielleicht jeder Manns Ding macht nichts wo du einfach dem noch mal ein bisschen gedanklich nachhängen kannst.

00:13:09: Ich bete, Gott du siehst uns.

00:13:14: Wie du Hager gesehen hast, die kennst du in unserer Schöpfung wie bei Elia!

00:13:19: Du kennst Krankheit und Unverständnis, du kennst Verantwortung oder Einsamkeit von Entscheidungen, denn Jesus kennst sogar das Gefühl erlassen zu sein.

00:13:30: Danke dass du nicht versprichst es alles leicht wird aber dass du sagst ich bin bei dir.

00:13:36: Hilfe uns uns selbst mit deinen Augen zu sehen.

00:13:39: Gib uns Mut uns anderen zuzumuten.

00:13:42: Und mach uns aufmerksam für Menschen, die gerade jemand brauchen.

00:13:46: Mach uns zum Menschen, der zuhören.

00:13:48: Die mitgehen und Raum schaffen.

00:13:51: Die sagen hey komm dazu!

00:13:53: Mach uns vielsamen.

00:14:07: Amen.

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