„Bleib da!“ – Eine Hoffnungsgeschichte von Simon
Shownotes
Simon, seit 15 Jahren Pastor, erzählt eine bewegende Hoffnungsgeschichte: Als seine Gemeinde „frischen Wind“ wollte, hörte er innerlich nur einen Satz — „Bleib da!“. Statt den „Standardweg“ zu gehen, blieb er, gründete mit einem Freund ein Jazzcafé, fand neue Wege zu predigen und entdeckte eine vielseitige Berufung zwischen Theke, Reisen und Digitalarbeit. Keine glatte Erfolgserzählung, sondern ehrliche Hoffnung mitten in Sackgassen, Zufällen und kleinen Wundern. ✨🍷🎷
Zu Gast / Sprecher
Simon (Pastor, Cafégründer, Prediger & Digitalbegleiter) — erzählt seine persönliche Hoffnungsgeschichte.
Worum geht’s?
Der Wendepunkt: Nach 12 Jahren in der Gemeinde spürt Simon beim Beten den Impuls: „Bleib da!“ – gegen alle Erwartungen.
Elf Bestätigungen: In elf Gesprächen sagen elf Menschen unabhängig voneinander: „Du musst bleiben.“ (kein Witz!). 🙌
Vom Pastor zur Theke: Eine leerstehende Gaststätte, ein Kindheitstraum vom Jazzcafé und ein überraschendes „Mach das!“ von zuhause – und es geht los. 🎷☕
Kleine Wunder beim Umbau: Von der „unmöglichen“ Tresenplatte, die plötzlich doch da ist, bis zum Schreiner, der genau im richtigen Moment zur Tür hereinkommt. 🔨✨
Neue Berufung, viele Spuren: Predigten auf Anfrage, Themenwochen und Freizeiten in Deutschland und Europa sowie Support für Organisationen in Social Media, Websites & YouTube. 🌍💬 💻
Hoffnung statt Heldensaga: Es bleibt herausfordernd – doch die zurückliegenden „Zufälle“ nähren die Zuversicht, dass Gott weiter Türen öffnet. 🌱
Kernaussagen zum Mitnehmen
🔸 Hören lernen: Diese leise innere Stimme kann Richtung geben, auch wenn Zahlen & Fakten dagegen sprechen.
🔸 Hoffnung ist realistisch: Nicht alles „läuft“, aber Gott überrascht – oft durch Menschen zur richtigen Zeit.
🔸 Berufung ist mehrspurig: Pastor sein und zugleich Café, Reisen und Digitales – Gott schreibt breit und bunt. 🎨
Zitate aus der Folge
„Jesus hat tief in mir drin den Gedanken auftauchen lassen: Bleib da!“
„Es ist eine Hoffnungsgeschichte, keine Erfolgsgeschichte.“
Transkript anzeigen
00:00:00: Speaker: Mein Name ist Simon.
00:00:01: Speaker: Ich bin Pastor seit mittlerweile fünfzehn Jahren.
00:00:06: Speaker: Bestimmt habe ich in diesen
00:00:07: Speaker: Jahren viele einzelne
00:00:08: Speaker: Hoffnungsgeschichten erlebt.
00:00:11: Speaker: Aber die eine aus den letzten
00:00:12: Speaker: Jahren, die möchte ich gerne mit
00:00:14: Speaker: euch teilen.
00:00:15: Speaker: Sie geht vor etwa drei Jahren, vier Jahren los.
00:00:18: Speaker: Da war ich zwölf Jahre in einer
00:00:20: Speaker: Gemeinde gewesen, und die
00:00:21: Speaker: Gemeinde hat dann irgendwann
00:00:22: Speaker: gesagt Jetzt brauchen wir mal
00:00:24: Speaker: frischen Wind.
00:00:25: Speaker: Wir möchten uns personell verändern.
00:00:26: Speaker: Das ist grundsätzlich nichts Unnormales, nichts Untypisches.
00:00:30: Speaker: Damit konnte ich auch einigermaßen rechnen.
00:00:33: Speaker: Aber was dann geschah, das hätte ich nicht für möglich gehalten.
00:00:37: Speaker: Normalerweise wäre der
00:00:39: Speaker: Standardweg eines
00:00:40: Speaker: freikirchlichen Pastors gewesen,
00:00:41: Speaker: zu sagen Alles klar, ich höre
00:00:43: Speaker: mich um.
00:00:43: Speaker: Ich ziehe weiter in eine andere
00:00:45: Speaker: Gemeinde, in einen anderen Ort,
00:00:46: Speaker: vielleicht in eine andere Stadt
00:00:48: Speaker: oder sogar in ein ganz anderes
00:00:49: Speaker: Land.
00:00:51: Speaker: Und ich habe dann gebetet und Jesus gefragt Jesus, was soll
00:00:53: Speaker: ich machen, was hast du vor, was sind deine Pläne?
00:00:57: Speaker: Und Jesus hat tief in mir drin
00:00:59: Speaker: so einen Gedanken auftauchen
00:01:01: Speaker: lassen.
00:01:02: Speaker: Der lautete einfach nur Bleib da!
00:01:05: Speaker: Und ich dachte zunächst Wie das?
00:01:06: Speaker: Das geht ja gar nicht.
00:01:07: Speaker: Wie soll das denn funktionieren?
00:01:08: Speaker: Ich bin Pastor.
00:01:09: Speaker: Es gibt eine Gemeinde, Die
00:01:10: Speaker: Gemeinde möchte nicht mehr mit
00:01:12: Speaker: mir zusammenarbeiten.
00:01:13: Speaker: Was soll ich denn dann machen?
00:01:15: Speaker: Ich kann ja gar nichts anderes.
00:01:17: Speaker: Und dann dachte ich mir Frag
00:01:19: Speaker: doch mal die Leute so, die
00:01:21: Speaker: Freunde, die Menschen, mit denen
00:01:22: Speaker: du hier so Beziehungen aufgebaut
00:01:24: Speaker: hast.
00:01:25: Speaker: Und ich kam mit einigen ins Gespräch und wir unterhielten
00:01:28: Speaker: uns über meine Perspektive.
00:01:29: Speaker: Und sie fragten dann Ja, Simon, was hast du denn vor?
00:01:31: Speaker: Was willst du machen?
00:01:33: Speaker: Und ich sagte Ich weiß es nicht.
00:01:34: Speaker: Ich habe keine Ahnung.
00:01:35: Speaker: Manchmal habe ich das Gefühl, ich muss einfach hier bleiben.
00:01:38: Speaker: Und tatsächlich waren es insgesamt elf Gespräche.
00:01:41: Speaker: Und in diesen elf Gesprächen
00:01:42: Speaker: sagten mir elf Personen
00:01:44: Speaker: unterschiedlich voneinander.
00:01:44: Speaker: Ja. Simon Das ist genau richtig.
00:01:46: Speaker: Du musst auf jeden Fall hierbleiben.
00:01:49: Speaker: Und ich dachte mir Das geht doch eigentlich gar nicht.
00:01:52: Speaker: Das ist ja völlig bekloppt.
00:01:54: Speaker: Und hab wieder gebetet.
00:01:55: Speaker: Jesus, was soll ich tun?
00:01:56: Speaker: Und diese innere Stimme war immer noch da, die sagte Bleib
00:01:59: Speaker: da, bleib entspannt, wart's ab.
00:02:04: Speaker: Und ich weiß noch, dann irgendwann.
00:02:06: Speaker: Dann kam ein Mann auf mich zu,
00:02:08: Speaker: von dem ich wusste, der
00:02:10: Speaker: vermietet einen Raum, in dem
00:02:12: Speaker: eine Gaststätte entstehen
00:02:13: Speaker: könnte.
00:02:13: Speaker: Das war ein ziemlich heruntergewirtschafteter Raum.
00:02:15: Speaker: Da war schon mal irgendwas drin gewesen.
00:02:16: Speaker: Aber viel, viel Arbeit, wenig Perspektive.
00:02:20: Speaker: Es war Ende von der Zeit.
00:02:22: Speaker: Die Leute waren nicht bereit wegzugehen.
00:02:24: Speaker: Also ein völlig verrücktes Konzept.
00:02:26: Speaker: Und er sprach mich an und sagte
00:02:27: Speaker: Simon, kennst du nicht
00:02:28: Speaker: irgendjemanden?
00:02:29: Speaker: Ich muss jetzt unbedingt in den
00:02:31: Speaker: nächsten zwei, drei Monaten
00:02:32: Speaker: diese Gaststätte aufarbeiten und
00:02:34: Speaker: vermieten.
00:02:35: Speaker: Und ich sagte ihm Du, ich habe überhaupt keine Ahnung.
00:02:37: Speaker: Ich selbst habe keine Perspektive, weiß nicht, was ich
00:02:39: Speaker: machen soll, habe auch überhaupt gar kein Geld.
00:02:41: Speaker: Ich kann dir da nicht helfen.
00:02:43: Speaker: Am gleichen Tag kam einer meiner allerbesten Freunde auf mich zu
00:02:47: Speaker: und sagte Simon, ich habe dir ja schon mal von meinem
00:02:49: Speaker: Kindheitstraum erzählt, von meinem Jugendtraum erzählt, von
00:02:51: Speaker: meinem Lebenstraum erzählt.
00:02:52: Speaker: Ich würde so gerne ein Jazzcafe eröffnen.
00:02:55: Speaker: Und da ist doch diese eine Gaststätte bei uns im Dorf.
00:02:58: Speaker: Dieser eine Vermieter, den kennst du doch.
00:02:59: Speaker: Willst du den nicht mehr fragen,
00:03:01: Speaker: ob er die nicht demnächst mal
00:03:02: Speaker: aufarbeiten will?
00:03:02: Speaker: Dann könnte ich die eventuell pachten.
00:03:04: Speaker: Ich suche nur noch eine Person,
00:03:06: Speaker: mit der ich das gemeinsam machen
00:03:08: Speaker: kann.
00:03:10: Speaker: Und dann guckt er mich an und fragt Simon, hast du nicht Lust,
00:03:12: Speaker: das mit mir zu machen?
00:03:16: Speaker: Und ich dachte im ersten Moment Ja, weißt du was?
00:03:17: Speaker: Das ist schon echt cool.
00:03:19: Speaker: Das klingt schon echt spannend, aber das ist völlig unmöglich.
00:03:22: Speaker: Wie soll ich das hinkriegen?
00:03:23: Speaker: Ich bin ja Pastor.
00:03:24: Speaker: Ich habe keine Ahnung von Gastronomie.
00:03:25: Speaker: Ich habe keine Ahnung von Geschäftsführung.
00:03:27: Speaker: Ich habe keine Ahnung von gar nichts.
00:03:29: Speaker: Und dann dachte ich mir.
00:03:30: Speaker: Einen Trick.
00:03:31: Speaker: Ich habe gesagt.
00:03:32: Speaker: Weißt du was?
00:03:32: Speaker: Ich muss mit meiner besseren Hälfte sprechen.
00:03:34: Speaker: Und wenn die sagt Mach das, dann
00:03:36: Speaker: werde ich das mit dir gemeinsam
00:03:37: Speaker: machen.
00:03:38: Speaker: Und mir war klar, diese Frau
00:03:39: Speaker: wird sagen Nein, Simon, auf gar
00:03:40: Speaker: keinen Fall.
00:03:40: Speaker: Du musst was Ordentliches
00:03:41: Speaker: machen, Du brauchst
00:03:41: Speaker: Sicherheiten.
00:03:42: Speaker: Und so weiter und so fort.
00:03:43: Speaker: Ich kenne die ja mittlerweile ein paar Jahre und am gleichen
00:03:46: Speaker: Abend noch habe ich mit ihr gesprochen und sie guckt mich an
00:03:48: Speaker: und sagt Weißt du was?
00:03:49: Speaker: Mach das.
00:03:50: Speaker: Boah, so viele kleine Zufälle auf einmal.
00:03:55: Speaker: Plötzlich war da eine Perspektive da und wir haben
00:03:58: Speaker: angefangen, diese alten Räumlichkeiten zu renovieren,
00:04:00: Speaker: haben uns entschieden, wir machen ein Jazzcafe auf.
00:04:04: Speaker: Ich wäre also der erste Pastor
00:04:05: Speaker: in ganz Hessen, der eine eigene
00:04:07: Speaker: Kneipe hat.
00:04:09: Speaker: Während den Renovierungsarbeiten
00:04:10: Speaker: kamen schon die ersten Probleme
00:04:13: Speaker: und ich habe die ersten Wunder
00:04:14: Speaker: erlebt.
00:04:15: Speaker: Im Rückblick denke ich Wie doof konnte ich gewesen sein.
00:04:18: Speaker: Aber in dieser Situation, das war einfach so funktionieren.
00:04:22: Speaker: Wir sind einfach vorwärts gegangen und haben gemacht.
00:04:24: Speaker: Auf jeden Fall habe ich
00:04:25: Speaker: festgestellt, ich wollte eine
00:04:26: Speaker: Bar haben.
00:04:27: Speaker: Also so eine Theke, wo man die Getränke drüber verkauft.
00:04:30: Speaker: Und dann bin ich zum Holzhändler gefahren, habe gesagt hier, ich
00:04:33: Speaker: brauche Material für eine Bar und Hölzer und sowas.
00:04:36: Speaker: Und dann bin ich zum Schreiner gefahren, habe gesagt, ich
00:04:37: Speaker: brauche eine Platte obendrauf und der guckt mich an und sagt
00:04:40: Speaker: Simon, keine Chance.
00:04:41: Speaker: Ein halbes Jahr Lieferzeit, das
00:04:42: Speaker: ist eine ganz, ganz schwierige
00:04:43: Speaker: Phase und bla, bla, bla, bla
00:04:45: Speaker: bla.
00:04:46: Speaker: Und ich ging enttäuscht nach Hause.
00:04:48: Speaker: Als ich zu Hause ankam.
00:04:49: Speaker: Das werde ich als eines von vielen niemals vergessen.
00:04:52: Speaker: Da rief dieser Schreiner an und sagte Weißt du was?
00:04:54: Speaker: Ich habe bei mir gerade im Hof geguckt.
00:04:56: Speaker: Nochmal Ich habe genau das Stück
00:04:57: Speaker: Holz, was du brauchst, da
00:04:58: Speaker: liegen.
00:04:59: Speaker: Das kann ich dir morgen vorbeibringen.
00:05:03: Speaker: Ein Stein ist von meinem Herzen gefallen.
00:05:05: Speaker: Endlich war das Material da und ich stand dann da in diesem Raum
00:05:09: Speaker: und stellte in dem Moment fest Ich habe überhaupt keine Ahnung,
00:05:14: Speaker: wie man sowas baut.
00:05:16: Speaker: Natürlich habe ich mal ein Regal an die Wand geschraubt gehabt.
00:05:18: Speaker: Ich habe auch mal ein Ikea Büro
00:05:20: Speaker: so ein Bücherregal
00:05:21: Speaker: zusammengebaut, aber ich hatte
00:05:22: Speaker: keine Ahnung, wie man eine Theke
00:05:24: Speaker: baut.
00:05:24: Speaker: Vor allen Dingen nicht so, dass
00:05:24: Speaker: die auch noch einen vernünftigen
00:05:25: Speaker: Betrieb standhält.
00:05:27: Speaker: Und voller Verzweiflung habe ich
00:05:29: Speaker: auf dem Boden gesessen und habe
00:05:31: Speaker: angefangen bei YouTube mir
00:05:33: Speaker: Anleitungen anzuschauen und
00:05:34: Speaker: begriffen Das funktioniert alles
00:05:36: Speaker: nicht, das kann ich nicht, das
00:05:37: Speaker: geht nicht.
00:05:38: Speaker: Ich werde das nicht hinbekommen und ihr werdet es nicht glauben,
00:05:42: Speaker: was in diesem Moment passierte.
00:05:44: Speaker: Die Tür ging auf und es kam ein völlig wildfremder Mann herein.
00:05:49: Speaker: Ja, nicht weltfremd.
00:05:50: Speaker: Ich hatte den vor ein paar Jahren vorher schon ein zweimal
00:05:52: Speaker: gesehen, habe ihn irgendwo mal getroffen gehabt, aber mehr als
00:05:54: Speaker: seinen Vornamen kannte ich nicht und er guckte mich an und sagte
00:05:58: Speaker: Ich habe gehört, ihr wollt hier an der Theke einbauen, Ich helf
00:06:01: Speaker: dir, ich bin Schreiner.
00:06:06: Speaker: Von solchen Geschichten habe ich
00:06:07: Speaker: in dieser Umbauphase einige
00:06:09: Speaker: erlebt.
00:06:10: Speaker: Dass plötzlich von außen
00:06:11: Speaker: irgendjemand eingegriffen hat,
00:06:13: Speaker: geholfen hat, angefasst hat, um
00:06:15: Speaker: dieses Projekt aus dem Nichts
00:06:17: Speaker: heraus aufzubauen.
00:06:19: Speaker: Aber dabei sollte es nicht bleiben.
00:06:20: Speaker: Ich habe dann irgendwann
00:06:21: Speaker: gemerkt, ich kann nicht als
00:06:22: Speaker: Pastor mich identifizieren und
00:06:24: Speaker: dann noch eine Kneipe führen und
00:06:25: Speaker: mehr nicht.
00:06:27: Speaker: Ich möchte schon irgendwie auch weiterkommen.
00:06:30: Speaker: Und in diesem Moment, als diese Gedanken da waren, ging die Tür
00:06:35: Speaker: wieder auf und es kam ein Mann rein, von dem ich wusste, der
00:06:39: Speaker: hat ein Reisebüro.
00:06:40: Speaker: Und er fragte mich Simon, ich
00:06:42: Speaker: weiß, du hast dir die ganze Zeit
00:06:43: Speaker: Teenagerfreizeit in deinem Leben
00:06:44: Speaker: gemacht.
00:06:45: Speaker: Hast du nicht Lust, das auch mal mit Erwachsenen zu machen?
00:06:47: Speaker: Lass uns das mal probieren.
00:06:48: Speaker: An dem und dem Zeitraum habe ich noch was frei.
00:06:50: Speaker: Kannst du da.
00:06:51: Speaker: Ich war gerade dabei, wieder irgendwas im Jazzcafe zu bauen,
00:06:53: Speaker: weil diese Eröffnung rückte näher und ich sagte ihm nur ganz
00:06:56: Speaker: spontan Ja, okay, machen wir.
00:06:58: Speaker: Die Woche war tatsächlich frei gewesen und ich dachte mir, so
00:07:00: Speaker: ein kleines Abenteuer, da kann man sich mal drauf einlassen.
00:07:05: Speaker: Noch eine Woche später war ich wieder am Verzweifeln.
00:07:09: Speaker: Dann dachte ich okay, ich habe jetzt Jazzcafe, ich werde noch
00:07:13: Speaker: meine Freizeit machen.
00:07:15: Speaker: Aber werde ich überhaupt jemals noch mal predigen?
00:07:18: Speaker: Das war ein Samstagabend.
00:07:21: Speaker: Ich war so verzweifelt, weil ich
00:07:22: Speaker: nicht wusste, wie das
00:07:23: Speaker: weitergehen soll.
00:07:24: Speaker: Weil ich immer dachte, meine Aufgabe ist, das Wort Gottes
00:07:26: Speaker: irgendwie weiterzugeben, zu predigen, zu reden.
00:07:28: Speaker: Und an diesem Samstagabend in meiner kleinen Verzweiflung, ob
00:07:32: Speaker: ich auf dem richtigen Weg bin.
00:07:35: Speaker: Da klingelt mein Telefon und ein Pastor war dran.
00:07:38: Speaker: Und er sagte Simon, ich bin krank geworden, ich möchte
00:07:40: Speaker: morgen eine Predigt halten.
00:07:41: Speaker: Die hast du mal geschrieben und irgendwo hochgeladen.
00:07:44: Speaker: Kannst du dir vorstellen, zu uns in die Gemeinde zu kommen und
00:07:46: Speaker: diese deine Predigt zu halten, war ein weiterer Schritt.
00:07:56: Speaker: Ich glaube, ich muss die Geschichte jetzt ein bisschen
00:07:57: Speaker: abkürzen, denn dazwischen liegen jetzt zwei, drei Jahre.
00:08:00: Speaker: Aber es hat sich viel entwickelt.
00:08:02: Speaker: Ja, ich habe ein Jazzcafe, das läuft einigermaßen gut.
00:08:06: Speaker: Man hat einen sehr gemütlichen Raum, wo man sich treffen kann.
00:08:09: Speaker: Ein ganz säkularer Raum übrigens, nichts Christliches,
00:08:11: Speaker: sondern wirklich eine, eine klassische Kneipe mit Niveau,
00:08:14: Speaker: kann man sagen.
00:08:15: Speaker: Es gibt Wein, es gibt Whisky, es
00:08:16: Speaker: gibt Apfelsaft, es gibt leckere
00:08:18: Speaker: Cocktails, es gibt Käse, es gibt
00:08:20: Speaker: alles Mögliche, was das Herz
00:08:22: Speaker: begehrt, um einen schönen Abend
00:08:23: Speaker: zu haben.
00:08:24: Speaker: Parallel hat Jesus mich aber
00:08:25: Speaker: trotzdem als Pastor
00:08:26: Speaker: weiterarbeiten lassen.
00:08:27: Speaker: Ich ziehe durch die Länder, ich mache Themenwochen.
00:08:30: Speaker: Ich bin in ganz Deutschland
00:08:32: Speaker: unterwegs und mache Freizeiten
00:08:34: Speaker: auf dem ganzen Kontinent, wo wir
00:08:36: Speaker: viele Begegnungen haben, wo ich
00:08:39: Speaker: sehr, sehr viel von der Welt
00:08:40: Speaker: sehen darf.
00:08:43: Speaker: Und als weiteres kann ich auch noch mein größtes Hobby
00:08:47: Speaker: ausleben, dass ich mich in digitalen Fragen betätige.
00:08:51: Speaker: Es gibt viele Organisationen, die sagen Hey Simon, du hast
00:08:52: Speaker: doch Erfahrung mit Social Media, Du kannst doch sowas mit
00:08:55: Speaker: Homepage erstellen und YouTube Videos und sowas.
00:08:57: Speaker: Kannst du dir vorstellen, uns da noch ein bisschen zu helfen?
00:09:00: Speaker: Und ich sage dann meistens Ja,
00:09:01: Speaker: das kriegen wir schon irgendwie
00:09:03: Speaker: hin.
00:09:03: Speaker: Denn tagsüber, wenn die Kneipe nicht offen ist, da ist ja Zeit.
00:09:06: Speaker: Das heißt, tatsächlich hat Jesus aus einem großen Fragezeichen
00:09:10: Speaker: ein neues Leben geschaffen, eine neue Berufung geschaffen, in der
00:09:13: Speaker: ich viele Dinge tun kann, die absolut Spaß machen.
00:09:17: Speaker: Ein Weg voller Fragezeichen, voller Verzweiflung, voller
00:09:21: Speaker: vermeintlicher Sackgassen, der richtig gut geendet ist.
00:09:25: Speaker: Nun erzähle ich heute aber eine Hoffnungsgeschichte und das ist
00:09:27: Speaker: mir sehr, sehr wichtig.
00:09:29: Speaker: Es ist eine Hoffnungsgeschichte und keine Erfolgsgeschichte.
00:09:33: Speaker: Ja, das klingt erstmal sehr
00:09:34: Speaker: spannend und sehr vielfältig und
00:09:36: Speaker: vielleicht auch ein bisschen
00:09:37: Speaker: verrückt.
00:09:38: Speaker: Aber es ist uns noch lange nicht das Ziel.
00:09:40: Speaker: Ich weiß, dass es wird noch viel, viel Arbeit brauchen.
00:09:43: Speaker: Es wird noch viele Unwegsamkeiten brauchen.
00:09:45: Speaker: Es wird aber noch sehr viele Sackgassen geben und
00:09:48: Speaker: Herausforderungen geben, von denen ich nicht weiß, wie ich
00:09:51: Speaker: sie bewältigen kann.
00:09:52: Speaker: Wenn ich mir nur die Zahlen und
00:09:53: Speaker: die Fakten ansehe, dann kann
00:09:55: Speaker: dieses ganze System nicht
00:09:56: Speaker: funktionieren.
00:09:57: Speaker: Aber wenn ich mir anschaue, was ich in der Vergangenheit erlebt
00:10:00: Speaker: habe und wie unmöglich es plötzlich möglich werden konnte,
00:10:04: Speaker: dann habe ich die Hoffnung, die ganz große Hoffnung, dass dieser
00:10:08: Speaker: Gott, mit dem ich unterwegs bin, mit dem wir unterwegs sind, auch
00:10:12: Speaker: da noch Weichen stellen kann und für das eine oder andere winzige
00:10:17: Speaker: Wunder oder, wenn du möchtest, auch für einen Zufall sorgt.
00:10:21: Speaker: Um Dinge möglich zu machen.
00:10:23: Speaker: Ich glaube, es ist gut, wenn wir
00:10:25: Speaker: auf diese Stimme, die in uns
00:10:26: Speaker: drin so ein ganz bisschen tönt,
00:10:28: Speaker: hören, wenn wir seinen Weg gehen
00:10:31: Speaker: und ihn machen lassen, uns auf
00:10:33: Speaker: ihn einlassen.
00:10:35: Speaker: Ich habe gelernt, dass es sich lohnt, auf ihn zu vertrauen.
00:10:38: Speaker: Und ich habe wirklich die
00:10:39: Speaker: Hoffnung, dass es mit ihm
00:10:41: Speaker: weitergeht.
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